Themen dieses Kurses

  • Allgemeines

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    • Allgemein

      An den Berufsbildenden Schulen Mansfeld-Südharz werden im Fachbereich Elektrotechnik zur Zeit 3 Berufe im Rahmen des Dualen Systems ausgebildet:

      • Elektroniker/in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik (Handwerk)
      • Elektroniker/in für Betriebstechnik (Industrie)
      • Elektroniker/in für Gebäude- und Infrastruktursysteme (Industrie)

      Die Ausbildungsdauer beträgt für alle drei Berufe 3,5 Jahre.

      Das erste Jahr der Ausbildung, die so genannte berufliche Grundbildung, ist für alle angehenden Elektroniker/innen gleich.
      Hier werden die Auszubildenden an der Berufsschule in 4 Lernfeldern (LF) unterrichtet.
      Diese Lernfelder orientieren sich an beruflichen Handlungen sowie an betrieblichen Geschäftsprozessen und haben einen zeitlichen Umfang von jeweils 80 Unterrichtsstunden:
      • LF 1: Elektrotechnische Systeme analysieren und Funktionen prüfen
      • LF 2: Elektrische Installationen planen und ausführen
      • LF 3: Steuerungen analysieren und anpassen
      • LF 4: Informationstechnische Systeme bereitstellen
      Im 2., 3. und 4. Ausbildungsjahr, in der so genannten beruflichen Fachbildung, findet eine Spezialisierung in der Ausbildung der einzelnen Elektronikerberufe statt. Im folgenden werden die drei Berufe einschließlich der Tätigkeitsbeschreibungen sowie der Ausbildungsinhalte an der Berufsschule vorgestellt.

      Schüler und Schülerinnen des 2. Lehrjahres bei Ihrer praktischen Tätigkeit.



      • Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik

        Tätigkeitsbeschreibung/Aufgaben:

        • Systeme der Energieversorgung und Gebäudetechnik nach Kundenanforderungen konzipieren und planen
        • Anlagen und Komponenten installieren und in Betrieb nehmen
        • Energieversorgungseinrichtungen, Beleuchtungsanlagen, Antriebe, Schalt-, Steuer- und Regelungseinrichtungen einbauen und die elektrischen Anschlüsse herstellen
        • Empfangs- und Kommunikationsanlagen sowie Datennetze installieren
        • Telekommunikationsendgeräte und -anlagen an das Fernmeldenetz anschließen, Funktions- und Leistungsmerkmale einstellen und dokumentieren
        • Anlagen zur Ersatzstromversorgung und zur dezentralen Energiegewinnung (z.B. Photovoltaikanlagen) montieren und in Betrieb nehmen
        • Gebäudeleiteinrichtungen samt zugehöriger Software installieren und konfigurieren, Steuerungsprogramme erstellen, installieren, Programmablauf überwachen, Testprogramme anwenden und aufgetretene Fehler beheben
        • Elektrotechnische Messungen durchführen und gebäudetechnische Systeme testen und in Betrieb nehmen
        • Elektrische Anlagen, Geräte und Sicherheitseinrichtungen prüfen und warten
        • Inspektionen und Wartungsarbeiten durchführen, Anlagen und Bauteile instand setzen
        • Funktionalität, Betriebssicherheit sowie Energieeffizienz von Geräten und Anlagen prüfen
        • Blitz- und Überspannungsschutzeinrichtungen prüfen, planen und installieren
        • Störungen analysieren, Fehler beseitigen
        • Kunden in den Gebrauch von Anlagen einweisen, beraten und betreuen, Serviceleistungen durchführen
        • Durchgeführte Arbeiten dokumentieren und bei den Abrechnung mitwirken

        Arbeitsfelder:

        • Instandhaltung, Montage
        • Kundendienst, Service, Kundenmanagement

        Ausbildungsinhalte an der Berufsschule:

        Lernfelder im 2. Ausbildungsjahr:
        • LF 5: Elektroenergieversorgung und Sicherheit von Betriebsmitteln gewährleisten
        • LF 6: Anlagen analysieren und prüfen
        • LF 7: Steuerungen für Anlagen programmieren und realisieren
        • LF 8: Antriebssysteme auswählen und integrieren
        Lernfelder im 3. Ausbildungsjahr:
        • LF 9: Kommunikationssysteme in Wohn- und Zweckbauten planen und realisieren
        • LF 10: Elektrische Anlagen der Haustechnik in Betrieb nehmen und instandhalten
        • LF 11: Energietechnische Anlagen errichten, in Betrieb nehmen und instandsetzen
        Lernfelder im 4. Ausbildungsjahr:
        • LF 12: Energie- und gebäudetechnische Anlagen planen und realisieren
        • LF 13: Energie- und gebäudetechnische Anlagen instandhalten und ändern

        Prüfung:

        Die Gesellenprüfung wird bei der Handwerkskammer abgelegt und ist in zwei Teile gegliedert.
        Der 1. Teil der Gesellenprüfung findet vor Ende des 2. Ausbildungsjahres statt. Er geht mit 40 Prozent in das Gesamtergebnis ein. Die Prüfung besteht aus einer komplexen Arbeitsaufgabe, die situative Gesprächsphasen und schriftliche Aufgabenstellungen beinhaltet.
        Der 2. Teil der Gesellenprüfung wird in der Mitte des 4. Ausbildungsjahres, also am Ende der Ausbildungszeit absolviert. Er erstreckt sich auf die Inhalte der betrieblichen Ausbildung sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff und geht mit 60 Prozent in das Gesamtergebnis ein.

        Abschluss:

        Nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung sind Sie berechtigt, die Berufsbezeichnung "Elektroniker / Elektronikerin Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik" zu führen.
        Außerdem ist es möglich, bei entsprechenden Leistungen in der Berufsschule, einen höheren allgemeinbildenden Schulabschluss zu erwerben.

        • Elektroniker/in für Betriebstechnik (Industrie)

          Tätigkeitsbeschreibung/Aufgaben:

          • Änderungen und Erweiterungen elektrischer Anlagen entwerfen
          • Anlagen und Komponenten installieren und in Betrieb nehmen
          • Arbeitsplatz einrichten und abräumen
          • Dafür sorgen, dass Anlagen der Energieversorgungs-, Kommunikations- oder Beleuchtungstechnik bereitgestellt werden
          • Leitungsführungssysteme, Informations- und Energieleitungen installieren
          • Maschinen- und Antriebssysteme sowie ihre pneumatischen und hydraulischen Bauteile einbauen und einrichten
          • Schaltgeräte und Automatisierungssysteme zusammenbauen und verdrahten
          • Elektrotechnische Messungen durchführen und gebäudetechnische Systeme testen und in Betrieb nehmen
          • Systeme programmieren und anpassen, ihre Funktion und Sicherheitseinrichtungen prüfen
          • Anlagen an die Nutzer übergeben und diese in die Bedienung einweisen
          • Die Arbeitsausführung von Dienstleistern und anderen Gewerken überwachen. Absprachen über Termine und durchzuführende Arbeiten treffen
          • Anlagen überwachen und warten, regelmäßige Prüfungen durchführen
          • Je nach Störung und Sicherheitserfordernissen Sofortmaßnahmen ergreifen
          • Störungen einkreisen und beheben
          • Störungsursachen als Maßnahme der Qualitätssicherung analysieren
          • Im Rahmen von Kundendienst- und Serviceaufträgen Kunden über Neuerungen und technische Möglichkeiten informieren
          • Unterlagen wie z.B. Herstellerangaben, Handbücher (auch englischsprachige) beachten, Dokumentationen erstellen

          Arbeitsfelder:

          • Instandhaltung, Montage
          • Produktion, Fertigung
          • Kundendienst, Service, Kundenmanagement
          • Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung

          Ausbildungsinhalte an der Berufsschule:

          Lernfelder im 2. Ausbildungsjahr :
          • LF 5: Elektroenergieversorgung und Sicherheit von Betriebsmitteln gewährleisten
          • LF 6: Geräte und Baugruppen in Anlagen analysieren und prüfen
          • LF 7: Steuerungen für Anlagen programmieren und realisieren
          • LF 8: Antriebssysteme auswählen und integrieren
          Lernfelder im 3. Ausbildungsjahr:
          • LF 9: Gebäudetechnische Anlagen ausführen und in Betrieb nehmen
          • LF 10: Energietechnische Anlagen errichten und instandhalten
          • LF 11: Automatisierte Anlagen in Betrieb nehmen und instandhalten
          Lernfelder im 4. Ausbildungsjahr:
          • LF 12: Elektrotechnische Anlagen planen und realisieren
          • LF 13: Elektrotechnische Anlagen instandhalten und ändern

          Prüfung:

          Die Gesellenprüfung wird vor der Industrie- und Handwerkskammer abgelegt und ist in zwei Teile gegliedert.
          Der 1. Teil der Gesellenprüfung findet vor Ende des 2. Ausbildungsjahres statt. Er geht mit 40 Prozent in das Gesamtergebnis ein. Die Prüfung besteht aus einer komplexen Arbeitsaufgabe, die situative Gesprächsphasen und schriftliche Aufgabenstellungen beinhaltet.
          Der 2. Teil der Gesellenprüfung wird in der Mitte des 4. Ausbildungsjahres, also am Ende der Ausbildungszeit absolviert. Er erstreckt sich auf die Inhalte der betrieblichen Ausbildung sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff und geht mit 60 Prozent in das Gesamtergebnis ein.

          Abschluss:

          Nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung sind Sie berechtigt, die Berufsbezeichnung "Elektroniker / Elektronikerin für Betriebstechnik" zu führen.
          Außerdem ist es möglich, bei entsprechenden Leistungen in der Berufsschule, einen höheren allgemeinbildenden Schulabschluss zu erwerben.

          • Elektroniker/in für Gebäude- und Infrastruktursysteme (Industrie)

            Tätigkeitsbeschreibung/Aufgaben:

            • Haustechnische Anlagen und Infrastruktursysteme betreiben, warten und instandhalten
            • Anlagen und Systeme nach Hersteller- oder Betriebsvorgaben inspizieren, warten und nach wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten optimieren. Betriebswerte protokollieren
            • Automatisierungs- und Leitsysteme einsetzen, um durch Soll-Ist-Vergleiche Störungen erkennen und den Betrieb technischer Gebäudesysteme optimieren zu können
            • Störungsmeldungen entgegennehmen, je nach Gefährdungspotenzial eventuell nötige Sofortmaßnahmen veranlassen
            • Systematische Fehlersuche durchführen, Fehler eingrenzen und beheben bzw. die Behebung veranlassen
            • Einschlägige Gesetze und Verordnungen, Betriebsvorgaben sowie die Wünsche der Nutzer berücksichtigen
            • Gebäude- und Infrastruktursysteme planen, integrieren und in Betrieb nehmen
            • Nutzeranforderungen und Gefahrenpotenziale analysieren. Veränderungsmöglichkeiten vorhandener Energieversorgungs- und Kommunikationssysteme prüfen und Kunden beraten. Änderungen entwerfen und mit den Nutzern abstimmen
            • Kosten berechnen, Leistungsbeschreibungen erstellen, Teilaufträge definieren und (in Absprache mit Vorgesetzten) an Fremdfirmen vergeben und die erbrachte Leistung abnehmen
            • Planungsunterlagen erstellen, gewerkeübergreifende Aspekte berücksichtigen
            • Haustechnische Anlagen, die von anderen Gewerken installiert wurden, mess- steuerungs- und regelungstechnisch integrieren.
            • Speicherprogrammierbare Steuerungen einstellen. Leiteinrichtungen, mess-, steuerungs- und regeltechnische Systeme konfigurieren. Vorgesehene Funktionen und Sicherheitseinrichtungen prüfen. Messungen durchführen und dokumentieren
            • Systeme an den Kunden übergeben und Benutzer einweisen
            • Die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften überwachen, insbesondere bei Arbeiten externer Auftragnehmer, und Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit in Gebäuden ergreifen

            Arbeitsfelder:

            • Instandhaltung
            • Montage
            • Kundendienst, Service, Kundenmanagement

            Ausbildungsinhalte an der Berufsschule:

            Lernfelder im 2. Ausbildungsjahr:
            • LF 5: Elektroenergieversorgung und Sicherheit von Betriebsmitteln gewährleisten
            • LF 6: Gebäudetechnische Anlagen inspizieren und prüfen
            • LF 7: Gebäudetechnische Anlagen kundengerecht realisieren
            • LF 8: Gebäudetechnische Systeme nach betriebswirtschaftlichen Aspekten erweitern
            Lernfelder im 3. Ausbildungsjahr:
            • LF 9: Systeme integrieren und Fremdleistungen vergeben
            • LF 10: Gebäude- und Infrastruktursysteme nach Kundenwunsch betreiben
            • LF 11: Gebäude- und Infrastruktursysteme in Stand halten und Reparaturaufträge vergeben
            Lernfelder im 4. Ausbildungsjahr:
            • LF 12: Nutzungsänderungen an Gebäude- und Infrastruktursystemen planen
            • LF 13: Gebäude- und Infrastruktursysteme optimieren

            Prüfung:

            Die Abschlussprüfung wird vor der Industrie- und Handelskammer abgelegt und gliedert sich in zwei Teile. 
            Der 1. Teil der Abschlussprüfung findet vor Ende des 2. Ausbildungsjahres statt. Er geht mit 40 Prozent in das Gesamtergebnis ein. Die Prüfung besteht aus einer komplexen Arbeitsaufgabe, die situative Gesprächsphasen und schriftliche Aufgabenstellungen beinhaltet. 
            Der 2. Teil der Abschlussprüfung wird in der Mitte des 4. Ausbildungsjahres, also am Ende der Ausbildungszeit absolviert. Er erstreckt sich auf die Inhalte der betrieblichen Ausbildung sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff und geht mit 60 Prozent in das Gesamtergebnis ein.

            Abschluss:

            Nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung sind Sie berechtigt, die Berufsbezeichnung "Elektroniker / Elektronikerin für Gebäude- und Infrastruktursysteme" zu führen.
            Außerdem ist es möglich, bei entsprechenden Leistungen in der Berufsschule, einen höheren allgemeinbildenden Schulabschluss zu erwerben.